14.11.2026 // Treffpunkt Freizeit Potsdam (Am Neuen Garten 64, 14469 Potsdam)
Vernachlässigte Opfergruppen – Lasst uns erinnern an Menschen, die als „arbeitsscheu“, „kriminell“ und „asozial“ stigmatisiert wurden.

7. August 2025
Über diese Veranstaltung
Gemeinsam wollen wir aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten im Land Brandenburg beleuchten, die Rolle von Frauen in rechten Strukturen diskutieren und mit erinnerungspolitischen Initiativen ins Gespräch kommen.
Programm
10.00 Uhr Begrüßung durch den Landesvorstand
Block 1: Entwicklungen in der extremen Rechten im Land Brandenburg
10.15 Uhr – 12:00 Uhr Neue germanische Medizin und völkische Siedlerprojekte
Referent: Hannes Müller Amadeu Antonio Stiftung
Block 2: Frauen in rechten Parteien und Bewegungen
13:00 Uhr – 15:00 Uhr Frauen in der extremen Rechten
Referentin: Frau Professor Dr. Esther Lehnert, Alice-Salomon-Hochschule, Berlin
Block 3: Erinnerungspolitische Initiativen in Brandenburg
15.30 Uhr – 17.30 Uhr
Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.(angefragt)
Verein Gedenkstätte KZ-Außenlager Schlieben-Berga e.V. (angefragt)
Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.
9. Juli 2025
Kommt zur Demo am 13. Juli um 14 Uhr vor das Rathaus Schönefeld! Fordert mit uns: Stoppt das Abschiebezentrum – stimmt gegen den Bebauungsplan!
Was ist geplant?
Direkt am Flughafen BER soll ein riesiges Ein- und Ausreisezentrum entstehen. Dahinter verbirgt sich ein Abschiebezentrum mit 156 Haftplätzen – das bedeutet einen massiven Ausbau um 400% gegenüber der bestehenden Einrichtung.
Als Teil der Abschreckungspolitik auf Bundes- und EU-Ebene steht das Zentrum für ein System, das Flucht kriminalisiert und Menschenrechte verletzt.
Warum jetzt protestieren?
Die Baupläne sind noch nicht beschlossen: Die Gemeindevertretung Schönefeld muss dem Bebauungsplan zustimmen – und genau das wollen wir verhindern!
Der Plan steht für die massive Entrechtung und Inhaftierung von Menschen auf der Flucht mitten in Brandenburg, vor den Toren Berlins.
Menschenrechtsorganisationen, Flüchtlingsräte und zahlreiche Initiativen wie die VVN-BdA kritisieren das Vorhaben scharf – und fordern: Kein Ort für ein Abschiebezentrum!
29. Januar 2025
VVN-BdA fordert: Zurück zur Rationalität in der Geflüchtetenfrage!
In den vergangenen Monaten wurde medial die finanziell und materiell nicht mehr zu bewältigende
Unterbringung und Versorgung Geflüchteter massiv herausgestellt. Eine Reihe von Politiker*innen reagierte darauf mit der Forderung nach stärkerer Einreisekontrolle und Abschiebung. Nun, nach mehreren Amokläufen und Tötungen in seelischen Ausnahmezuständen ist eine neue Eskalationsstufe erreicht. Politikerinnen fordern Abschiebungen, Einreiseverbote, Internierungen,
massive Eingriffe in das Asylrecht, Änderungen des Aufenthaltsrechts. Die dabei verwendeten
Begrifflichkeiten und Zuschreibungen suggerieren, dass sich dieses Land unbedingt vor Gefahren
schützen muss. Vor allen Dingen wird nahegelegt, dass bessere Grenzkontrollen und rasche
Abschiebungen den Haushalt entlastet und Verbrechen verhindert hätten. Hier wird ein hochgradig
gefährlicher Fremden-Stereotyp aufgebaut und gepflegt sowie ein nicht einlösbares Versprechen
abgegeben. Es handelt sich um das Bild krimineller, unberechenbarer, fordernder und tendenziell
die Sozialsysteme ausnutzender Ausländer ohne die es den anderen Menschen im Lande besser
gehen würde.
Bei vielen Politiker*innen ist es noch nicht angekommen: Menschen, die sich zu einer Flucht aus ihrer angestammten Heimat entschließen, haben oft dramatische Situationen erlebt. Die jahrelange Flucht, erlebte Tötungen, Hunger, Vergewaltigung, Zwang, Ungewissheit und der Verlust naher Angehöriger stellen seelische Ausnahmesituationen dar. Laut Bundespsychotherapeutenkammer leidet jeder zweite erwachsene Geflüchtete an einer posttraumatischen Belastungsstörung oder einer Depression (oft einer wiederkehrenden). Suizidgedanken sind deutlich häufiger als bei Menschen ohne Fluchtbiographie. Ohne hier Einzelheiten abzuhandeln: Nach der Neuregelung des Asylbewerber-Leistungsgesetzes (Februar 2024) erhalten Menschen erst nach 36 Monaten Gesundheitsleistungen, die hiesigen Standards entsprechen. Aber auch für hier geborene Personen sind länger währende Therapien in diesem Land erst nach 6 bis 12 Monaten erreichbar, wie viele Menschen schmerzlich erfahren haben. Nur ein Bruchteil (geschätzte 10%) der therapiebedürftigen Asylbewerber*innen erhält überhaupt eine Therapie.
Abrechnungs- und Zuständigkeitsprobleme führen darüber hinaus beim Wechsel in den
anerkannten Flüchtlingsstatus zu Abbrüchen von Therapien bei besonders schweren Fällen, die
nach monatelang geprüften Ausnahmeanträgen früher behandelt wurden.
Abrechnungs- und Zuständigkeitsprobleme führen darüber hinaus beim Wechsel in den anerkannten Flüchtlingsstatus zu Abbrüchen von Therapien bei besonders schweren Fällen, die nach monatelang geprüften Ausnahmeanträgen früher behandelt wurden.
Diese desaströsen Verhältnisse sind insgesamt nur schwer vermittelbar und schon gar nicht in einem
wenige Wochen währenden Wahlkampf. Deshalb erfolgt der Rückgriff auf einfache, grundfalsche,
irrationale Muster. Davon wird dann ein ganz einfaches und inhumanes Rezept zur Vermeidung von
Zuzug abgeleitet, das unter EU-Bedingungen nicht haltbar ist. Das wissen sicher auch die, die diese
Versprechungen machen.
Statt der Programme dafür, wie Geflüchtete an den Grenzen oder schon im Vorfeld Europas
abgewiesen und wie sie zwangsweise abgeschoben werden können, erwarten wir Antworten auf die
folgende Frage: Wie können Geflüchtete schneller und besser integriert werden?
Es gibt tatsächlich ein Recht auf Asyl und in der aktuellen Situation müssen die folgenden Aufgaben
gelöst werden:
Wir erwarten die Investition in die Integration, keine Hetze oder Ausschluss-Drohungen.
Wir fordern eine Rückkehr zu einer rationalen Betrachtungsweise der Gegebenheiten.
Therapien lindern seelischen Krankheiten. Abschiebungen tun dies nicht.
26. August 2024
19. August 2024
Am 22.09.2024 wird im Land Brandenburg ein neuer Landtag gewählt. Die VVN-BdA ruft gerade Menschen, die mit der Politik der Bundes- und Landesregierung unzufrieden sind auf, sich kritisch mit den Zielen der Parteien auseinanderzusetzen, ihr Wahlrecht zu nutzen und eine Wahlentscheidung zwischen den demokratischen und antifaschistischen Parteien zu treffen. Wir haben aus diesem Anlass die Kampagne KEINE FASCHISTEN IN DIE PARLAMENTE gestartet und Materialien für Infostände und Postwurfsendungen erstellt.
Nun suchen wir Menschen, die uns bei der Verteilung unterstützen. Wenn Du die Briefkästen in Deinem Wohnort mit diesem Flyer versorgen willst, melde Dich gern unter
vvn-bbg@gmx.de bei uns. Wir senden das Material dann schnell zu.
10. Juli 2024
Offener Brief an den Senat von Berlin und die Zuständigen in den Ländern und im Bund

Den aktuellen Presseveröffentlichungen entnehmen wir, dass der Senat von Berlin beabsichtigt, das „Hamas-Dreieck“, also die Verwendung eines roten, mit der Spitze nach unten zeigenden Dreiecks in der Öffentlichkeit im Kontext propalästinensischer und antisemitischer, bzw. israelfeindlicher Aktionen zu verbieten. Das Plenum des Abgeordnetenhauses hat dem entsprechenden Ersuchen von CDU und SPD, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen am Donnerstag zu gestimmt. Wir empfinden dieses überstürzte unbegleitete Vorgehen als Aktionismus und reine Symbolpolitik im Kampf gegen Antisemitismus und Israelfeindlichkeit. Und: wir ärgern uns sehr, dass die Aneignung und Umdeutung des traditionellen Symbols der Organisationen von Überlebenden des Nazi-Terrors von Presse, Öffentlichkeit und Politik so schnell übernommen wird – kein Ruhmesblatt für die deutsche Erinnerungspolitik.
Die Unterzeichnenden engagieren sich zivilgesellschaftlich, wissenschaftlich und pädagogisch in der Erinnerungsarbeit an Nationalsozialismus, Verfolgung und Widerstand in den Jahren 1933 bis 1945 und fragen: Hat es vorher Konsultationen mit jenen gegeben, die als Opferorganisationen den Roten Winkel in ihren Logos und Fahnen tragen, wie z.B. die VVN-BdA, die Amicale d’Oranienburg-Sachsenhausen et ses kommandos oder den Bund Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und aktiver AntifaschistInnen, um nur drei europäische Verbände von vielen zu nennen? Gab es eine wissenschaftliche Begleitung? Ansprechpartner*innen in Universitäten und Gedenkstätten gibt es ja in Berlin und Umgebung genug. Wie nehmen Sie Einfluss auf die Berichterstattung, um klarzustellen, dass es sich bei Ihrem Verbot nicht um den Roten Winkel der Verfolgten und Opfer des Naziregimes handelt, oder um zu verhindern, dass sich der Begriff-„Hamas Dreieck“ in der Öffentlichkeit etabliert? Haben die Initiatoren*innen vor, Versäumtes nachzuholen bevor sie es zu einer bundesweiten Initiative machen? Werden Polizeibeamt*innen darin geschult diese Symbole nicht zu verwechseln?
Natürlich haben auch – und gerade – wir mit Entsetzen feststellen müssen, dass in Deutschland und Europa ein Symbol, das für die Erinnerung an das KZ-System der Nationalsozialisten steht und gleichzeitig an Verfolgung und Widerstand erinnert, von Menschen missbraucht worden ist, um im Rahmen einer angeblich pro-palästinensischen Agenda politische Gegner*innen als Angriffsziele zu markieren und das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen.
Das rote Dreieck war im KZ-System die Kennzeichnung der politischen Gefangenen aus Deutschland und aus den besetzten Ländern. Nach der Befreiung von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft machten es die befreiten KZ-Häftlinge und Verfolgten zu ihrem Symbol und demonstrierten damit ihren Widerstand.
Im Gegensatz dazu wird die Kennzeichnung von Angriffszielen mit roten Dreiecken durch die palästinensische Hamas, die aus Computerspielen übernommen worden sein soll, wieder zum Symbol der Mörder[1]. Ein „Spiel“, das sowohl die 1200 ermordeten Israelis als auch die palästinensische Bevölkerung im kalkulierten Krieg in Gaza teuer zu stehen kommt. Damit verkehren antiisraelische und antisemitische Aktivist*innen ein Symbol der Widerstandsgeschichte Verfolgter und Überlebender des Naziregimes, das auch für heutige Generationen zum Symbol des Antifaschismus geworden ist, in sein Gegenteil!
Der antisemitische Charakter der ganzen Vorgehensweise manifestiert sich in der Reaktion auf alles Jüdische: Synagogen werden mit anti-israelischen Stickern genauso beklebt, wie die Statuen von Popsänger*innen wie Amy Winehouse, die, weil sie, was kaum bekannt ist, Jüdin war, einen Davidstern am Hals trug.
Die überlebenden Verfolgten und Widerstandskämpfer*innen trugen ihre Fahne mit dem roten Winkel, und wir tragen sie heute noch, im Kampf gegen alten und neuen Faschismus, gegen Antisemitismus und Rassismus.
Der mit der Hamas sympathisierende „Befreiungskampf“ wendet es gegen sie, propagiert die gegenteiligen Werte und vereinnahmt ihre Geschichte.
Das ist aus unserer Sicht genauso geschichtsvergessen wie die Pläne der Berliner Regierungskoalition, die Verwendung und öffentliche Darstellung des Roten Dreiecks zu verbieten.
Das rote Dreieck findet sich auf zahlreichen Denkmälern und Erinnerungsorten für die Opfer des NS-Regimes. Von NS-Verfolgten gegründete Organisationen wie die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) verwenden das rote Dreieck, um an die NS-Verfolgung der diversen Opfergruppen zu erinnern.
Sollen tatsächlich Gedenkstätten, Grabsteine und Mahnmale, auf denen sich dieses rote Dreieck befindet, abgerissen oder verhängt werden? Darf die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes ihre Symbole nicht mehr zeigen, wenn sie gegen das Vergessen, gegen Faschismus oder Antisemitismus demonstriert?
Wir fordern Sie auf:
Beteiligen Sie sich nicht aus einem Gefühl der Hilflosigkeit an dieser Bedeutungsverschiebung eines Symbols, das gerade in Deutschland und Europa die Erinnerung an Antifaschistinnen und Antifaschisten, Opfer und widerständig zugleich, wachhalten und ihre Werte verteidigen soll. Streiten Sie mit uns und dem Roten Winkel für eine würdige Gedenkpolitik, einen antirassistischen Antifaschismus und die Sicherheit jüdischen Lebens.
Der Rote Winkel wird bleiben!
Berlin, 9.Juli 2024
Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e..V. – (Berliner VVN-BdA e.V.)
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e.V.) Bundesorganisation
Wir würden uns freuen, wenn diese Erklärung von Lagergemeinschaften, Initiativen, Vereinen und Verbänden, Gedenkstättenvertreter*innen etc. unterstützt wird.Wir werden die Rückmeldungen sammeln und demnächst veröffentlichen.
Kontakt: berlin@vvn-bda.de
Wir würden uns über eine weite Verbreitung dieser Erklärung freuen.
[1] So: https://www.tagesspiegel.de/politik/das-symbol-stellt-eine-bedrohung-dar-berlins-koalition-will-verbot-des-hamas-dreiecks-vorantreiben-11825114.html
27. Januar 2024
AfD, Brandenburg, Neonazis, Potsdam, Wahlen
Am heutigen Tag, dem 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus startet die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, VVN-BdA die Kampagne „KEINE FASCHISTEN IN DIE PARLAMENTE!“.
Seit Tagen gehen in der ganzen Bundesrepublik Menschen auf die Straße, um ihr Entsetzen über die Deportationspläne der AfD und anderer Faschisten kund zu tun. Auch in Brandenburg fanden stark besuchte Demonstrationen statt, wie zum Beispiel in Cottbus mit 4.000, Perleberg 350, Potsdam 10.000, Strausberg 2.500 und Templin 500 Teilnehmer*innen.
Als VVN-BdA Brandenburg begrüßen und unterstützen wir diese Proteste, wollen aber dabei nicht stehen bleiben! In diesem Jahr werden neben Kommunalwahlen verschiedener Ebenen auch eine Europawahl und eine Landtagswahl im Land Brandenburg stattfinden. Es besteht auch weiterhin die Gefahr, dass rechtsradikale Kräfte deutlich gestärkt in die verschiedenen Parlamente einziehen beziehungsweise sie sogar dominieren.
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Opfern des Naziregimes, deren Nachfahren sowie Antifaschistinnen und Antifaschisten verschiedener Generationen. Seit ihrer Gründung fühlen wir uns dem Schwur von Buchenwald verpflichtet, den ehemalige Häftlinge am 19. April 1945 auf dem Appellplatz des befreiten Konzentrationslagers geleistet haben: „Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht! Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel”.
Als großer antifaschistischer Verband in Brandenburg sehen wir es daher als unsere Aufgabe an, unter der Losung „Keine Faschisten in die Parlamente“ in die Wahlkämpfe einzugreifen. Doch das schaffen wir nicht allein!
Gemeinsam mit anderen demokratischen und antifaschistischen Bewegungen, Organisationen, Parteien und Einzelpersönlichkeiten wollen wir verhindern, dass Faschistinnen und Faschisten Plätze in den Parlamenten einnehmen oder gar parlamentarische Mehrheiten erringen. Aber das reicht nicht! Als überparteiliche Organisation wollen wir möglichst viele Menschen im Lande von unserer Position überzeugen und sie bewegen, gemeinsam mit uns, das Erstarken faschistischer Bewegungen zu stoppen! Am Tage der Befreiung eines der größten faschistischen Vernichtungslager sollten wir innehalten und uns vor Augen führen, wohin rassistischer Größenwahn, Vormachtstreben, Kriegsverherrlichung, unerbittliche Gleichschaltung und die Finanzierung dieser unmenschlichen Ideen geführt haben! Wir rufen alle Brandenburgerinnen und Brandenburger auf: Verhindern Sie mit uns, dass dies noch einmal geschieht!
Das bedeutet nicht, dass Menschen von ihren berechtigten sozialen, ökonomischen, finanziellen und politischen Forderungen ablassen sollen! Denn es ist klar: Wie während der Zeit der Weimarer Republik treiben auch heute Fehlentscheidungen von politisch Verantwortlichen Menschen in den Dunstkreis des Rechtsradikalismus, des Chauvinismus und des Faschismus. Wenn die soziale Demagogie der Faschisten greift, und diese Menschen zu deren Wählerinnen und Wählern werden, dann wird es gefährlich. Hier gilt es, eine erneute Katastrophe abzuwenden!
Wie auch offen faschistische Parteien und Zusammenschlüsse, ist die AfD keine Protestpartei! Sie gibt keine ehrlichen Antworten auf die multiplen Krisen, die uns in Brandenburg beschäftigen: Armut, massive Ungleichverteilung von Einkommen, die Krise auf dem Wohnungsmarkt, desolate Verkehrsnetze, gestiegene Heizkosten, die ökologische Krise. Die AfD verletzt systematisch Grundrechte, insbesondere gegenüber Minderheiten, zielt auf die Abschaffung demokratischer Rechte, vertritt neonazistische Auffassungen und besitzt das Potenzial, ihre Ideologie auf parlamentarischem Weg durchzusetzen. Es droht die Unterwanderung demokratischer Institutionen und perspektivisch die Abschaffung der Demokratie.
Wir begrüßen die Verbotsdebatte als Mittel im Kampf gegen die AfD. Auch wenn sie in Zeiten wie diesen nötiger denn je scheint, dürfen wir uns keinen Selbsttäuschungen hingeben! Dadurch werden faschistische Ideen und die Versuche ihrer Realisierung keineswegs aus unserer Gesellschaft verschwinden. Hierfür sind vielmehr Bildungsarbeit und die Etablierung einer gesamtgesellschaftlichen antifaschistischen Kultur vonnöten! Und diese wollen wir befördern!
Aus diesem Grund gestalten wir ab heute, dem 27. Januar 2024, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus mit Bündnispartnerinnen und -partnern, wie Verbänden, Vereinen, Gewerkschaften, Parteien, die Kampagne „KEINE FASCHISTEN IN DIE PARLAMENTE!“.
Wir fordern alle auf, sich unserer Kampagne anzuschließen!
Landesvorstand der VVN-BdA Brandenburg
22. September 2023
Wir freuen uns, das Programm zur Antifaschistische Konferenz der Brandenburger VVN-BdA 2023 am 23.09. und 24.09.2023 zu veröffentlichen!
Antifaschistische Konferenz der Brandenburger VVN-BdA 2023
23. und 24.09.2023 in Potsdam, Kulturzentrum freiLand
Programm und Zeitplan
Samstag, 23.09.2023:
ab 10.00 Uhr Anmeldung
11.00 Uhr Begrüßung durch den Landesvorstand
11.05 Uhr Grußwort
Florian Gutsche, Bundesvorsitzender VVN-BdA
Block I: Rechte Parteien in Deutschland und Europa
11.15 Uhr Wie viel NSDAP steckt in der AfD?
Aktuelle Entwicklungen der politischen Rechten in Europa
Thomas Willms, Bundesgeschäftsführer der VVN-BdA
13.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr Grußwort
Sebastian Walter (MdL), Fraktionsvorsitzender Die Linke
Block II: Faschismustheorien
14.15 Uhr Faschismustheorien und Faschismus heute
Mathias Wörsching, Historiker und Politologe
16.00 Uhr Kaffeepause
16.30 Uhr Zwangsarbeit in der Rüstungsproduktion der Aradowerke
Christian Raschke, AG Geschichtsprojekt freiLand
Der Arado-Rundgang führt um das freiLand-Gelände und beschäftigt sich
mit dem Thema Zwangsarbeit im Nationalsozialismus mit Fokus auf den
Rüstungskonzern Arado. https://arado-rundgang.de/
16.30 Uhr Jiddische Lieder und Geschichten
Olaf Ruhl
18.00 Uhr Abendessen
19.00 Uhr Altoids (AFA-Oi/Streetpunk) aus Santiago/Chile und
KollektivSchuld (Punk aus Potsdam)
Sonntag, 24.09.2023:
08.30 Uhr Frühstück
Block III: Zeitgemäßes Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus
09.30 Uhr Antifaschistische Pädagogik an historischen Erinnerungsorten
Annika Neubert, Gedenkstättenpädagogin, Stadtführerin und
Organisatorin von Gedenkstättenfahrten und politischer Bildung an
historischen Orten für SJV – Die Falken Thüringen, VVN-BdA u.a.
10.15 Uhr Erinnerungsorte im Land Brandenburg: Zentrale Gedenkstätten und
dezentrale Initiativen
Angelika Meyer, Gedenkstättenpädagogin Ravensbrück,
Mitarbeiterin im Projekt „überLEBENSWEGE – Lokale Spurensuche und
digitale Erinnerungswerkstätten“
11.00 Uhr Vernetzung von Initiativen der antifaschistischen Gedenk- und
Erinnerungspolitik im Land Brandenburg
Dr. Petra Haustein, wissenschaftliche Mitarbeiterin Netzwerk
Zeitgeschichte. Gedenkstätten – Forschung – Gesellschaft
assoziiert bei Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Zentrum für
Zeithistorische Forschung
11.20 Uhr Was unterscheidet die Bildungsarbeit von ehrenamtlichen
Gedenkinitiativen von klassischen Gedenkstätten? – am Beispiel des AK
Wulkow und der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.
12.00 Uhr Mittagessen
Block IV: Erinnern an Todesopfer rechter Gewalt nach 1990
12.45 Uhr Todesopfer rechter Gewalt im Land Brandenburg
Judith Porath, Opferperspektive e.V.
13.15 Uhr NSU-Untersuchungsausschuss in Brandenburg:
Ergebnisse und Konsequenzen
Andrea Johlige, MdL
13.30 Uhr Intervention in gesellschaftliche Diskurse vor Ort am Beispiel der
Gedenkinitiative Phan Van Toan und des SJR Die Falken Brandenburg
14.15 Uhr Verabschiedung und gemeinsames Gedenken
an der Skulptur „Befreiung“
20. Juni 2023
Liebe Antifaschist*innen,
Im September 2023 ist es endlich wieder soweit: Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten im Land Brandenburg führt vom 23.-24. September im Potsdamer Kulturzentrum freiLand eine Antifaschistische Konferenz durch.
Die VVN-BdA lädt alle Interessierten ganz herzlich ein, sich weiterzubilden, Informationen auszutauschen, miteinander zu diskutieren, sich zu vernetzen und gemeinsam zu gedenken und zu feiern.
Themen der Konferenz sind:
• Faschismustheorien
• Rechte Parteien in Europa und in Deutschland
• Zeitgemäßes Erinnern an den Nationalsozialismus
• Erinnern an Todesopfer rechter Gewalt nach 1990
Zu allen 4 Blöcken haben wir interessante Referent*innen aus der Wissenschaft und Politik für Inputreferate eingeladen:
Annika Neubert (Gedenkstättenpädagogin und Antifaschistische Bildnerin)
Andrea Johlige (MdL, angefragt)
Angelika Meyer (Gedenkstättenpädagogin, Projekt überLEBENSWEGE)
Hajo Funke (Politikwissenschaftler und Rechtsextremismusexperte)
Judith Porath (Geschäftsführerin des Vereins Opferperspektive e.V.)
Mathias Wörsching (Herausgeber des Buchs „Faschismustheorien“ und Betreiber der Website faschismustheorie.de)
Petra Haustein (wissenschaftliche Mitarbeiterin, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten)
Thomas Willms (Geschäftsführer der VVN-BdA)
Gedenkinitiativen sind herzlich aufgefordert, ihre Arbeit per Referat, Video oder Infotisch am Sonntag vorzustellen.
Eine Anmeldung ist ab sofort möglich. Vorzugsweise nutzt bitte folgenden Link um euch anzumelden:
https://cloud.allerhand-projekt.de/apps/forms/XMLzGNKQDxosoZNt
Alternativ könnt ihr eine E-Mail an brandenburg@vvn-bda.de schicken mit folgenden Informationen:
Also, meldet Euch an und seid dabei.
Die Teilnahme ist kostenlos, aber garantiert nicht umsonst.
Wir freuen uns auf Euch!